26. Oktober 2026
Einwilligungserklärung fürs Tattoo: Was reingehört

Vor jedem Tattoo unterschreibt deine Kundschaft eine Einwilligungserklärung. Sie schützt beide Seiten: Deine Kundschaft weiß, worauf sie sich einlässt, und du kannst später zeigen, dass du aufgeklärt und nachgefragt hast. Hier steht, was in eine gute Erklärung gehört und worauf du beim Aufbewahren achten solltest.
Warum es die Erklärung braucht
Rechtlich ist ein Tattoo ein Eingriff in den Körper. Erlaubt ist er, weil deine Kundschaft einwilligt, und wirksam einwilligen kann nur, wer vorher aufgeklärt wurde. Die schriftliche Erklärung hält beides fest: die Aufklärung und das Einverständnis. Gibt es später Streit, etwa wegen einer Entzündung oder einer Narbe, ist sie dein wichtigster Nachweis.
Was reingehört
- Angaben zur Person: Name, Geburtsdatum und Kontakt. Das Geburtsdatum zeigt, dass die Person volljährig ist. Bei Minderjährigen brauchst du die Einwilligung der Sorgeberechtigten, viele Studios tätowieren erst ab 18.
- Termin und Motiv: Datum, Motiv und Körperstelle, damit klar ist, worauf sich die Einwilligung bezieht.
- Gesundheitsfragen: zum Beispiel Allergien, Hauterkrankungen, Blutgerinnungsstörungen, Herz- und Kreislaufbeschwerden oder eine Neigung zu Keloiden. Wer mit Ja antwortet, sollte kurz erklären, was genau.
- Fragen zum Tag: Ist die Person ausgeschlafen, hat sie gegessen, ist sie nüchtern? Wer unter Alkohol oder anderen Drogen steht, kann nicht wirksam einwilligen.
- Aufklärung über Risiken: etwa Schwellungen, Rötungen, Infektionen, allergische Reaktionen, Narben, verlaufene Linien und dass sich ein Tattoo nur schwer wieder entfernen lässt.
- Nachsorge: dass du die Pflege erklärt hast, am besten auch schriftlich zum Mitnehmen.
- Fotos: eine eigene, freiwillige Zustimmung, falls du das Tattoo fotografieren und zeigen möchtest. Ohne dieses Häkchen gibt es keine Fotos fürs Portfolio.
- Datenschutz: Gesundheitsangaben sind besonders geschützte Daten (Art. 9 DSGVO). Die Erklärung sollte sagen, wofür du sie speicherst, wie lange und dass deine Kundschaft ihre Einwilligung widerrufen kann.
- Unterschrift mit Datum: am besten am Termintag, wenn alle Fragen geklärt sind.
Wie lange aufbewahren?
Eine feste Frist eigens für Tattoo-Einwilligungen gibt es nicht. Viele Studios bewahren sie mehrere Jahre auf, weil Ansprüche wegen gesundheitlicher Folgen lange geltend gemacht werden können. Die Vorlage von Feelfarbig nennt zehn Jahre. Wichtig ist, dass die Frist in der Erklärung steht und du die Unterlagen danach wirklich vernichtest. Bis dahin sollte nur du darauf zugreifen können: Papier im abschließbaren Schrank, digital verschlüsselt.
Papier oder digital?
Papierbögen sind schnell ausgedruckt, im Studio-Alltag aber umständlich: Klemmbrett, schwer lesbare Handschrift und ein Ordner, der immer dicker wird. Digital füllt deine Kundschaft die Erklärung vorab in Ruhe aus. Am Termintag bleiben nur die Fragen zum Tag und die Unterschrift.
Genau so funktioniert die Einwilligungserklärung in Flashbooker PRO: mit der Vorlage von Feelfarbig im Wortlaut, vorab per Link, unterschrieben im Studio auf dem Tablet oder Handy, verschlüsselt gespeichert und jederzeit druckbar oder als PDF zu sichern. Mehr dazu im Update Digitale Einwilligungserklärung und unter Funktionen.
Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Bei Fragen zu deinem Studio hilft dir eine anwaltliche Beratung weiter.


